Nackenschmerzen beim Stillen – woher sie kommen können und was unterstützen kann
Was steckt hinter Nackenschmerzen beim Stillen?
Viele Mütter kennen es:
Ein steifer Nacken, verspannte Schultern oder Schmerzen im oberen Rücken – besonders nach dem Stillen.
Viele Mütter bemerken während oder nach dem Stillen Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich.
Ein steifer Nacken, ziehende Schmerzen oder ein unangenehmes Spannungsgefühl können den Alltag zusätzlich belasten.
Im Alltag wird dafür manchmal auch der Begriff „Stillnacken“ verwendet. Im englischsprachigen Raum wird gelegentlich von „Breastfeeding neck“ gesprochen. Häufig lässt sich das eher als eine Form von Belastung der Halswirbelsäule einordnen – ähnlich wie bei dem Begriff „Phone Neck“.
Gemeint ist damit keine eigenständige medizinische Diagnose, sondern eine mögliche Belastung der Halswirbelsäule im Zusammenhang mit der Stillhaltung.
Beim Stillen nehmen viele Frauen unbewusst eine nach vorne geneigte Kopfhaltung ein. Oft wird der Blick dauerhaft auf das Baby gerichtet, während gleichzeitig Schultern und Nacken angespannt sind. Diese Haltung wird im Alltag häufig wiederholt und über längere Zeit gehalten.
Der Kopf eines Erwachsenen wiegt mehrere Kilogramm. Wird er über längere Zeit nach vorne geneigt gehalten, kann dies für die Muskulatur im Nacken- und Schulterbereich als anstrengend empfunden werden.
Einige Frauen berichten in diesem Zusammenhang über:
- Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich
- eingeschränkte Beweglichkeit
- Spannungskopfschmerzen
- ausstrahlende Beschwerden in Schultern oder Arme
Warum kann das als belastend empfunden werden?
Wenn der Kopf nicht in einer entspannten, aufrechten Position gehalten wird, muss die Muskulatur im Nackenbereich vermehrt arbeiten. Gerade in der Stillzeit, in der diese Haltung häufig eingenommen wird, kann sich dies im Alltag bemerkbar machen – insbesondere dann, wenn wenig Ausgleich oder Entlastung stattfindet.
Was kann im Alltag unterstützen?
Ein wichtiger Ansatz ist eine möglichst entspannte Stillposition.
Viele Mütter empfinden es als hilfreich:
- sich beim Stillen leicht zurückzulehnen
- den Nacken gut zu unterstützen (z. B. mit einem Kissen)
- das Baby auf dem eigenen Körper abzulegen
- nicht dauerhaft nach unten zu schauen
Sobald dein Baby gut angedockt ist und das Stillen für dich angenehm ist, kannst du versuchen, mehr in die Entspannung zu kommen, ohne den Kopf dauerhaft nach vorne zu neigen. Du kannst ja spüren wie es trinkt.
Kann Osteopathie eine Rolle spielen?
In solchen Situationen kann auch eine osteopathische Betrachtung eine ergänzende Möglichkeit sein.
Dabei steht nicht nur der Nacken im Fokus, sondern der Körper als Ganzes. Ziel ist es, individuelle Spannungsmuster wahrzunehmen und mögliche Zusammenhänge zu berücksichtigen.
Osteopathie in Hamburg
Wenn du dich in dieser Situation wiedererkennst und dir Unterstützung wünschst, kannst du dich gerne an mich wenden. Ich begleite Frauen in der Schwangerschaft und im Wochenbett sowie Babys in ihren ersten Lebensmonaten.